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Suren mit Titeln:

Sure 1. Die Öffnung

Sure 2. Die Kuh

Sure 3. Das Haus Ìmráns

Sure 4. Die Frauen

Sure 5. Der Tisch

Sure 6. Das Vieh

Sure 7. Die Höhen

Sure 8. Die Verderblichkeit des Krieges

Sure 9. Die Reue

Sure 10. Jonas

Sure 11. Hüd.

Sure 12. Joseph

Sure 13. Der Donner

Sure 14. Abraham

Sure 15. Der steinige Teil

Sure 16. Die Biene

Sure 17. Die Nachtwanderung

Sure 18. Die Höhle

Sure 19. Maria

Sure 20. Tá Há.

Sure 21. Die Propheten

Sure 22. Die Pilgerfahrt

Sure 23. Die Gläubigen

Sure 24. Das Licht

Sure 25. Das Kennzeichen

Sure 26. Die Dichter

Sure 27. Die Ameisen

Sure 28. Die Erzählung

Sure 29. Die Spinne

Sure 30. Die Römer

Sure 31. Luqmán (Der Weise)

Sure 32. Die Anbetung

Sure 33. Die Verbündeten

Sure 34. (Die Stadt) Saba

Sure 35. Der Ausgangspunkt der Schöpfung

Sure 36. Já Sin

Sure 37. Jene eingereiht in Ränge

Sure 38. Sád

Sure 39. Die Gruppen

Sure 40. Der Gläubige

Sure 41. Fussilat.

Sure 42. Die Beratung

Sure 43. Der Goldschmuck

Sure 44. Der Rauch

Sure 45. Das Beugen des Knies

Sure 46. Al-Ahqáf

Sure 47. Mohammed

Sure 48. Der Sieg

Sure 49. Die Wohnungen

Sure 50.Qáf

Sure 51. Die Winde der Zerstreuung

Sure 52. Der Berg

Sure 53. Der Stern

Sure 54. Der Mond

Sure 55. Der Gnadenvolle

Sure 56. Das unvermeidliche Ereignis

Sure 57. Das Eisen

Sure 58. Die flehende Frau

Sure 59. Die Versammlung

Sure 60. Die zu untersuchende Frau

Sure 61. Das Schlachtfeld

Sure 62. Die Freitagsversammlung

Sure 63. Die Heuchler

Sure 64. Wechselseitige Ab- und Zunahme

Sure 65. Die Trennung

Sure 66. Verbotene Sache

Sure 67. Die Herrschaft

Sure 68. Der Stift

Sure 69. Die wirkliche Realität

Sure 70. Die Wege des Aufstiegs

Sure 71. Noah

Sure 72. Der Dschinn

Sure 73. Der in Gewänder Gekleidete

Sure 74. Der Verhüllte

Sure 75. Die Auferstehung

Sure 76. Der Mensch

Sure 77. Die Davongesandten

Sure 78. Der Ereignis

Sure 79. Die Ausreisser

Sure 80. Der die Stirn runzelt

Sure 81. Der Zusammenklappende

Sure 82. Der Spaltet

Sure 83. Betruegerische Handlung

Sure 84. Der Zerfleischende

Sure 85. Die Burgen

Sure 86. Der nächtliche Besucher

Sure 87. Der Allerhöchste

Sure 88. Das Umwerfende Ereignis

Sure 89. Die Morgendämmerung

Sure 90. Die Stadt

Sure 91. Die Sonne

Sure 92. Die Nacht

Sure 93. Der glorreiche Morgen

Sure 94. Die Verbreitung

Sure 95. Die Feige

Sure 96. Der Blutklumpen

Sure 97. Die kraftvolle Nacht

Sure 98. Der klare Beweis

Sure 99. Die Zuckung

Sure 100. Die Laufenden

Sure 101. Der Tag des Geschreis

Sure 102. Die Anhäufung

Sure 103. Die Zeit über Generationen

Sure 104. Der Skandalöse Händler

Sure 105. Der Elefant

Sure 106. Quraisch

Sure 107. Bedürfnisse der Nachbarn

Sure 108. Der Überfluss

Sure 109. Die Ungläubigen

Sure 110. Die Hilfe

Sure 111. Der Palmenfasern

Sure 112. Reinheit des Vertrauens

Sure 113. Die Morgendämmerung

Sure 114. Die Menschheit

 

 

 

 

16. Die Biene (An-Nahl)

Offenbart vor der Hidschra. Dieses Kapitel enthält 128 Verse.

Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen.

1. Der Befehl Allahs kommt, so sucht ihn nicht zu beschleunigen. Heilig ist Er und erhaben über all das, was sie anbeten.

2. Er sendet die Engel hernieder mit der Offenbarung nach Seinem Gebot zu wem Er will von Seinen Dienern: «Ermahnet (die Menschen), daß es keinen Gott gibt außer Mir, drum nehmt Mich zum Beschützer.»

3. Er hat die Himmel und die Erde erschaffen in Weisheit. Erhaben ist Er über all das, was sie anbeten.

4. Er hat den Menschen aus einem Tropfen erschaffen, doch siehe, nun ist er ein offener Krittler.

5. Und das Vieh hat Er erschaffen, ihr habt an ihm Wärme und (andere) Nutzen; und einiges davon esset ihr.

6. Und es ist Schönheit darin für euch, wenn ihr es abends eintreibt und morgens austreibt auf die Weide.

7. Sie (die Tiere) tragen eure Lasten in ein Land, das ihr nicht erreichen könntet, es sei denn mit großer Mühsal für euch selbst. Wahrlich, euer Herr ist gütig, barmherzig.

8. Und (erschaffen hat Er) Pferde und Maultiere und Esel, daß ihr auf ihnen reiten möchtet und als Schmuck. Und Er wird erschaffen, was ihr (noch) nicht kennt.

9. Bei Allah steht die Weisung des Weges. Es gibt solche, die abweichen (von der rechten Bahn). Und hätte Er Seinen Willen erzwungen, Er hätte euch allen den Weg gewiesen.

10. Er ist es, Der Wasser aus den Wolken herniedersendet; davon habt ihr Trank, und davon (wachsen) die Bäume, von denen ihr (euer Vieh) fressen läßt.

11. Damit läßt Er Korn sprießen für euch und den Oelbaum und die Dattelpalme und die Trauben und Früchte aller Art. Fürwahr, darin ist ein Zeichen für nachdenkende Leute.

12. Und Er hat für euch die Nacht und den Tag dienstbar gemmacht und die Sonne und den Mond; und die Sterne sind dienstbar auf Sein Geheiß. Fürwahr, darin sind Zeichen für Leute, die von der Vernunft Gebrauch machen.

13. Und was Er auf der Erde für euch erschaffen hat, ist mannigfach an Farben. Fürwahr, darin ist ein Zeichen für Leute, die es beherzigen.

14. Und Er ist es, Der (euch) das Meer dienstbar gemacht hat, daß ihr frisches Fleisch daraus essen und Schmuck aus ihm hervorholen möget, den ihr anlegt. Und du siehst die Schiffe es durchpflügen, daß (ihr damit reisen möget) und suchet Seine Huld und daß ihr dankbar seiet.

15. Und Er hat feste Berge in der Erde gegründet, daß sie nicht mit euch wanke, und Flüsse und Wege, daß ihr recht gehen möget.

16. Und (andere) Wegzeichen; (durch sie) und durch die Gestirne folgen sie der rechten Richtung.

17. Ist nun wohl der, Der erschafft, dem gleich, der nicht erschafft? Wollt ihr es also nicht beherzigen?

18. Und wenn ihr Allahs Wohltaten aufzählen wolltet, ihr würdet sie nicht berechnen können. Fürwahr, Allah ist allverzeihend, barmherzig.

19. Und Allah weiß, was ihr verhehlt und was ihr kundtut.

20. Und jene, die sie statt Allah anrufen, sie schaffen nichts, sind sie doch selbst geschaffen.

21. Tot sind sie, nicht lebendig; und sie wissen nicht, wann sie erweckt werden.

22. Euer Gott ist ein Einiger Gott. Und die nicht ans Jenseits glauben, ihre Herzen sind (der Wahrheit) fremd, und sie sind voller Hoffart.

23. Unzweifelhaft kennt Allah, was sie verbergen und was sie kundtun. Wahrlich, Er liebt nicht die Hoffärtigen

24. Und wenn sie gefragt werden: «Was (denkt ihr) von dem, was euer Herr niedergesandt hat?», sagen sie: «Fabeln der Alten.»

25. Daß sie am Tage der Auferstehung ihre Lasten vollständig tragen mögen und einen Teil der Lasten derer, die sie ohne Wissen irreführen. Siehe, schlimm ist, was sie tragen.

26. Die vor ihnen waren, planten auch Ränke, doch Allah faßte ihren Bau an den Grundmauern, so daß das Dach von oben her auf sie stürzte; und die Strafe kam über sie, von wannen sie nicht wußten.

27. Dann wird Er sie am Tage der Auferstehung zuschanden machen und sprechen: «Wo sind nun Meine "Teilhaber", um deretwillen ihr (die Propheten) bestrittet?» Die mit Erkenntnis Begabten werden sprechen: «An diesem Tage wird Schande und Unheil den Ungläubigen.»

28. Denen, die die Engel sterben lassen, indes sie wider sich selbst sündigen und dann also die Unterwerfung anbieten: «Wir pflegten ja nichts Böses zu tun.» Nein, fürwahr, Allah weiß wohl, was ihr zu tun pflegtet.

29. So tretet ein in die Tore der Hölle, darin zu wohnen. Schlimm ist fürwahr die Wohnstatt der Hoffärtigen.

30. Und (wenn) zu den Rechtschaffenen gesprochen wird «Was (denkt ihr) von dem, was euer Herr herabgesandt hat?», sagen sie: «Das Beste!» Für die, welche Gutes tun, ist Gutes in dieser Welt, und die Wohnstatt des Jenseits ist noch besser. Herrlich fürwahr ist die Wohnstatt der Rechtschaffenen:

31. Gärten der Ewigkeit, die sie betreten werden; Ströme dirchfließen sie. Darin werden sie haben, was sie begehren. Also belohnt Allah die Rechtschaffenen,

32. Sie, die die Engel in Reinheit sterben lassen. Sie sprechen: «Friedc sei mit euch! Tretet ein in den Himmel für das, was ihr zu tun pflegtet.»

33. Worauf warten sie denn, wenn nicht, daß die Engel zu ihnen kommen oder daß der Befehl deines Herrn eintrifft? So taten schon jene, die vor ihnen waren. Allah war nicht ungerecht gegen sie, jedoch sie waren ungerecht gegen sich selber.

34. So ereilte sie die böse Folge ihres Tuns, und das, was sie zu verhöhnen pflegten, umschloß sie von allen Seiten.

35. Die Götzendiener sprechen: «Hätte Allah es so gewollt, wir würden nichts außer Ihm angebetet haben, weder wir noch unsere Väter, noch würden wir etwas verboten haben ohne (Befehl von) Ihm.» So taten schon jene, die vor ihnen waren. Jedoch, sind die Gesandten für irgend etwas verantwortlich, außer für die deutliche Verkündigung?

36. Und in jedem Volke erweckten Wir einen Gesandten (der da predigte): «Dienet Allah und meidet den Bösen.» Dann waren unter ihnen einige, die Allah leitete, und es waren unter ihnen einige, die sich Verderben zuzogen. So reiset umher auf der Erde und seht, wie das Ende der Leugner war!

37. Wenn du für sie den rechten Weg begehrst, dann (wisse, daß) Allah nicht jenen den Weg weist, die (andere) irreführen; noch gibt es für sie Helfer.

38. Sie schwören bei Allah ihre feierlichsten Eide, Allah werde jene nicht auferwecken, die sterben. Nicht doch, Ihn bindet ein Versprechen, jedoch die meisten Menschen wissen es nicht.

39. (Er wird sie auferwecken) damit Er ihnen das klar mache, worüber sie uneins waren, und damit jene, die ungläubig sind, wissen, daß sie Lügner waren.

40. Unser Wort zu einem Ding, wenn Wir es wollen, ist nur, daß Wir zu ihm sprechen: «Sei!», und es ist.

41. Und die ausgewandert sind um Allahs willen, nachdem sie Unbill erfuhren, ihnen werden Wir sicherlich eine schöne Wohnstatt in der Welt geben; und wahrlich, der Lohn des Jenseits ist größer; wüßten sie es nur,

42. Die standhaft sind und auf ihren Herrn vertrauen.

43. Und vor dir entsandten Wir nur Männer, denen Wir Offenbarung gegeben - so fraget die, welche die Ermahnung besitzen, wenn ihr nicht wißt -

44. Mit deutlichen Zeichen und Schriften. Und Wir haben dir die Ermahnung hinabgesandt, auf daß du den Menschen erklären mögest, was ihnen hinabgesandt ward, und daß sie nachdenken.

45. Sind denn jene, die Böses planen, sicher davor, daß Allah sie nicht in die Erde versinken läßt oder daß die Strafe nicht über sie kommen wird, von wannen sie nicht wissen?

46. Oder daß Er sie nicht ergreift in ihrem Hin und Her, so daß sie nicht imstande sein werden, obzusiegen?

47. Oder daß Er sie nicht durch allmähliche Vernichtung erfaßt? Euer Herr ist fürwahr gütig, barmherzig.

48. Haben sie denn nicht gesehen, wie die Schatten eines jeden Dings, das Allah schuf, von rechts und von links sich wenden, sich niederwerfend vor Allah, dieweil sie gedemütigt werden?

49. Und was in den Himmeln ist und was auf Erden ist an Geschöpfen, unterwirft sich Allah, also die Engel, und sie betragen sich nicht hoffärtig.

50. Sie fürchten ihren Herrn über ihnen und tun, was ihnen geheißen ist.

51. Allah hat gesprochen: «Habt nicht zwei Götter. Er ist der Einige Gott. So fürchtet Mich allein.»

52. Und Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist, und Ihm gebührt Gehorsam auf immer. Wollt ihr also einen anderen zum Beschützer nehmen als Allah?

53. Was ihr Gutes habt, es ist von Allah; und wenn euch ein Unheil befällt, dann leht ihr Ihn um Hilfe an.

54. Doch wenn Er dann das Unheil von euch hinwegnimmt, siehe, da (beginnt) ein Teil von euch, ihrem Herrn Götter zur Seite zu stellen,

55. (Mit dem Ergebnis) daß sie verleugnen, was Wir ihnen beschert haben. Wohlan, vergnügt euch nur eine Weile; bald aber werdet ihr es erfahren

56. Und (für die falschen Gottheiten) von denen sie nichts wissen, setzen sie einen Teil beiseite von dem, was Wir ihnen beschert haben. Bei Allah, ihr werdet sicherlich zur Rechenschaft gezogen werden für all das, was ihr erdichtet.

57. Und sie dichten Allah - Heilig ist Er! Töchter an, während sie (selbst) haben, was sie begehren.

58. Und wenn einem von ihnen die Nachricht von (der Geburt) einer Tochter gebracht wird, so veffinstert sich sein Gesicht, indes er den inneren Schmerz unterdrückt.

59. Er verbirgt sich vor den Leuten ob der schlimmen Nachricht, die er erhalten hat: Soll er sie trotz der Schande behalten oder im Staub verscharren? Wahrlich, übel ist, wie sie urteilen!

60. Der Zustand derer, die nicht an das Jenseits glauben, ist übel, Allahs Sein aber ist hoch erhaben und Er ist der Allmächtige, der Allweise.

61. Und wenn Allah die Menschen für ihr Freveln bestrafen wollte, Er würde nicht ein einziges Lebewesen darauf (auf der Erde) lassen, doch Er gewährt ihnen Aufschub bis zu einer bestimmten Zeit; und wenn ihre Frist um ist, dann können sie auch nicht eine Stunde dahinter zurückbleiben, noch können sie (ihr) vorauseilen.

62. Und sie schreiben Allah zu, was ihnen (selbst) mißliebig ist, und ihre Zungen äußern die Lüge, daß sie das Beste erhalten werden. Zweifellos wird ihnen das Feuer zuteil werden, und (darin) sollen sie verlassen bleiben.

63. Bei Allah, Wir schickten fürwahr schon Gesandte zu den Völkern vor dir, doch Satan ließ ihnen ihre Werke wohlgefällig erscheinen. So ist er heute ihr Schutzherr, und ihnen wird schmerzliche Strafe.

64. Und Wir haben dir das Buch nur darum hinabgesandt, auf daß du ihnen das erklären mögest, worüber sie uneinig sind, und als Führung und Barmherzigkeit für Leute, die glauben.

65. Allah hat Wasser vom Himmel hernieder gesandt und damit die Erde belebt nach ihrem Tod. Wahrlich, darin ist ein Zeichen für Leute, die hören mögen.

66. Wahrlich, auch am Vieh habt ihr eine Lehre. Wir geben euch zu trinken von dem, was in ihren Leibern ist, zwischen Kot und Blut in der Mitte, Milch, lauter (und) angenehm denen, die trinken.

67. Und von den Früchten der Dattelpalmen und den Trauben, von denen ihr berauschenden Trank und (auch) bekömmliche Nahrung zieht. Wahrlich, darin ist ein Zeichen für Leute, die vom Verstand Gebrauch machen.

68. Und dein Herr hat der Biene eingegeben: «Baue dir Häuser in den Bergen und in den Bäumen und in den Spalieren, die sie errichten.

69. Dann iß von allen Früchten und folge den Wegen deines Herrn, (die dir) leicht gemacht.» Aus ihren Leibern kommt ein Trank, mannigfach an Farbe. Darin ist Heilung für die Menschen. Wahrlich, hierin ist ein Zeichen für Leute, die nachdenken.

70. Allah hat euch erschaffen, dann läßt Er euch sterben; und es gibt manche unter euch, die ins hinfällige Greisenalter getrieben werden, so daß sie nichts wissen, nachdem (sie) doch Wissen (besessen hatten). Wahrlich, Allah ist allwissend, allmächtig.

71. Und Allah hat einige von euch vor den andern mit Gaben begünstigt. Und doch wollen die Begünstigten nichts von ihren Gaben denen zurückgeben, die ihre Rechte besitzts auf daß sie daran gleich (beteiligt) wären. Wollen sie denn Allahs Huld verleugnen?

72. Allah gab euch Gattinnen aus euch selbst, und aus euren Gattinnen machte Er euch Söhne und Enkel, und Er hat euch versorgt mit Gutem. Wollen sie da an Nichtiges glauben und Allahs Huld verleugnen?

73. Dennoch verehren sie statt Allah solche, die nicht die Macht haben, ihnen irgend Gaben von den Himmeln oder der Erde zu gewähren, noch können sie je solche Macht erlangen.

74. So präget Allah keine Gleichnisse. Gewiß, Allah weiß und ihr wisset nicht.

75. Allah gibt (euch) das Gleichnis an die Hand von einem Sklaven, einem Leibeigenen, dieweil er über nichts Gewalt hat; und von einem (Freien), den Wir Selbst reichlich versorgt haben, und er spendet davon im verborgenen und öffentlich. Sind diese gleich? Preis sei Allah! Doch die meisten von ihnen wissen es nicht.

76. Und Allah gibt ein (anderes) Gleichnis an die Hand von zwei Männern: der eine von ihnen ist stumm, er hat über nichts Gewalt und ist seinem Herrn eine Last; wo er ihn auch hinschicken mag, er bringt nichts Gutes. Kann er dem gleich sein, der Gerechtigkeit gebietet und der selbst auf dem geraden Weg ist?

77. Und Allahs ist das Ungesehene der Himmel und der Erde; und die Angelegenheit der «Stunde» ist nur einen Augenblick (entfernt), nein, sie ist noch näher. Gewiß, Allah hat Macht über alle Dinge.

78. Und Allah hat euch aus dem Schoß eurer Mütter hervorgebracht, dieweil ihr nichts wußtet, und Er gab euch Ohren und Augen und Herzen, auf daß ihr dankbar wäret.

79. Sehen sie nicht die Vögel, die in Dienstbarkeit gehalten sind im Gewölbe des Himmels? Keiner hält sie zurück als Allah. Wahrlich, darin sind Zeichen für Leute, die glauben.

80. Und Allah hat euch in euren Häusern einen Ruheplatz gemacht, und Er hat euch aus den Häuten der Tiere Wohnungen gemacht, die ihr leicht findet zur Zeit eurer Reise und zur Zeit eures Halts; und aus ihrer Wolle und ihrem Pelz und ihrem Haar Hausbedarf und Gerätschaft für eine Zeitlang.

81. Und Allah hat euch aus dem, was Er geschaffen, schattenspendende Dinge gemacht; und in den Bergen hat Er euch Obdachstätten gemacht; und Er hat euch Gewänder gemacht, die euch vor Hitze schützen, und Panzerhemden, die euch schützen in euren Kriegen. Also vollendet Er Seine Gnade an euch, daß ihr (Ihm) ergeben sein möchtet.

82. Doch wenn sie sich wegkehren, dann bist du für nichts verantwortlich als für die klare Verkündigung.

83. Sie erkennen Allahs Gnadt, und sie leugnen sie doch; und die meisten von ihnen sind (verstockte) Ungläubige.

84. (Gedenke) des Tages, da Wir aus jeglichem Volk einen Zeugen erwecken werden; dann wird denen, die nicht glauben, nicht gestattet werden (wiedergutzumachen), noch wird ihre Entschuldigung angenommen.

85. Und wenn jene, die Unrecht verübten, die Strafe erst tatsächlich sehen, dann wird sie ihnen nicht leicht gemacht werden, noch werden sie Aufschub erlangen.

86. Und wenn die, welche Götter anbeten, ihre Götter sehen werden, so werden sie sagen: «Unser Herr, das sind unsere Götter, die wir statt Dich anriefen.» Sie darauf werden ihnen die Beschuldigung zurückgeben: «Fürwahr, ihr seid Lügner »

87. Und an jenem Tage werden sie Allah Unterwerfung anbieten, und alles, was sie zu erdichten pflegten, wird sie im Stich lassen.

88. Die nun ungläubig sind und abwendig machen von Allahs Weg, zu (deren) Strafe werden Wir noch Strafe hinzufügen, weil sie verderbt handelten.

89. Und am Tage, da Wir in jeglichem Volk einen Zeugen erwecken uerden wider sie aus ihren eigenen Reihen, dich wollen Wir als Zeugen bringen wider diese. Und Wir haben dir das Buch hernieder gesandt zur Erklärung aller Dinge, und als Führung und Barmherzigkeit und frohe Botschaft den Gottergebenen.

90. Allah gebietet Gerechtigkeit und uneigennützig Gutes zu tun und zu spenden wie den Verwandten; und Er verbietet das Schändliche, das offenbar Schlechte und die Übertretung. Er ermahnt euch, auf daß ihr es beherzigt.

91. Haltet den Bund Allahs, wenn ihr einen Bund geschlossen habt; und brecht nicht die Eide, nach ihrer Bekräftigung, habt ihr doch Allah zum Bürgen für euch gemacht. Wahrlich, Allah weiß, was ihr tut.

92. Und seid nicht wie jene, die ihr Garn nach dem Spinnen in Stücke bricht. Ihr macht eure Eide zu einem Mittel des Betrugs untereinander, (aus Furcht) ein Volk möchte sonst mächtiger werden als ein anderes. Allah stellt euch damit nur auf die Probe, und am Tage der Auferstehung wird Er euch das klar machen, worüber ihr uneinig wart.

93. Und hätte Allah gewollt, Er hätte euch sicherlich zu einer einzigen Gemeinde gemacht; jedoch Er läßt den irregehen, der es will, und führt den richtig, der es will, und ihr werdet gewiß zur Rechenschaft gezogen werden für das, was ihr getan.

94. Und machet nicht eure Eide zu einem Mittel des Betrugs untereinander; sonst wird (euer) Fuß ausgleiten, nachdem er fest aufgetreten, und ihr werdet Übel kosten dafür, daß ihr abwendig gemacht habt von Allahs Weg, und euch wird eine strenge Strafe.

95. Verhandelt nicht Allahs Bund um einen armseligen Preis. Wahrlich, was bei Allah ist, ist besser für euch, wenn ihr es nur wüßtet.

96. Was bei euch ist, vergeht, und was bei Allah ist, besteht. Und Wir werden gewißlich denen, die standhaft sind, ihren Lohn bemessen nach dem besten ihrer Werke.

97. Wer recht handelt, ob Mann oder Weib, und gläubig ist, dem werden Wir gewißlich ein reines Leben gewähren; und Wir werden gewißlich solchen ihren Lohn bemessen nach dem besten ihrer Werke.

98. Und wenn du den Koran liest, so suche Zuflucht bei Allah vor Satan, dem Verworfenen.

99. Wahrlich, er hat keine Macht über die, welche da glauben und auf ihren Herrn vertrauen.

100. Seine Macht reicht nur über jene, die mit ihm Freundschaft schließen und die Ihm Götter zur Seite stellen.

101. Und wenn Wir ein Zeichen an Stelle eines anderen bringen - und Allah weiß am besten, was Er offenbart -,sagen sie: «Du bist nur ein Erdichter.» Nein, aber die meisten von ihnen wissen es nicht.

102. Sprich: «Der Geist der Heiligkeit hat ihn (den Koran) herabgebracht von deinem Herrn mit der Wahrheit, auf daß Er die festige, die da glauben, und zu einer Führung und einer frohen Botschaft für die Gottergebenen.»

103. Und Wir wissen fürwahr, daß sie sagen, wer ihn belehrt, sei nur ein Mensch. Die Sprache dessen jedoch, auf den sie hinweisen. ist eine fremde, während dies hier Arabisch ist, deutlich und klar.

104. Die nun nicht an die Zeichen Allahs glauben, denen wird Allah nicht den Weg weisen, und ihnen wird eine schmerzliche Strafe.

105. Es sind ja nur jene, die nicht an die Zeichen Allahs glauben, die da Falsches erdichten; und sie allein sind die Lügner.

106. Wer Allah verleugnet, nachdem er geglaubt - den allein ausgenommen, der gezwungen wird, indes sein Herz im Glauben Frieden findet - jene aber, die ihre Brust dem Unglauben öffnen, auf ihnen ist Allahs Zorn; und ihnen wird eine strenge Strafe.

107. Dies, weil sie das Leben hienieden dem Jenseits vorgezogen und weil Allah das Volk der Ungläubigen nicht leitet.

108. Sie sind es, auf deren Herzen und Ohren und Augen Allah ein Siegel gesetzt hat. Und sie allein sind die Achtlosen.

109. Zweifellos sind sie es, die im Jenseits die Verlorenen sein werden.

110. Alsdann wird dein Herr jenen, die auswanderten, nachdem sie verfolgt worden waren, und dann hart kämpften (für Allah) und standhaft blieben - siehe, dein Herr wird hernach gewiß allveneihend, barmherzig sein.

111. An dem Tage, da jede Seele kommen wird, für sich selbst zu rechten, und da jeder Seele voll vergolten wird, was sie getan, und kein Unrecht sollen sie leiden.

112. Allah gibt (euch) das Gleichnis an die Hand von einer Stadt, die Sicherheit und Frieden genoß; ihre Versorgung kam ihr reichlich von allen Seiten; doch sie leugnete die Wohltaten Allahs, darum ließ Allah sie das Gewand des Hungers und der Furcht probieren für das, was sie zu tun pflegten.

113. Und fürwahr, gekommen ist zu ihnen ein Gesandter aus ihrer Mitte, sie aber leugneten ihn, da ereilte sie die Strafe, weil sie Frevler waren.

114. So esset nun von den erlaubten guten Dingen, womit Allah euch versorgt hat; und seid dankbar für Allahs Huld, wenn Er es ist, Dem ihr dienet.

115. Verwehrt hat Er euch nur das von selbst Verendete und Blut und Schweinefleisch und das, worüber ein anderer Name als Allahs angerufen worden ist. Wer aber durch Not getrieben wird - nicht ungehorsam und das Maß überschreitend -, siehe, dann ist Allah allverzeihend, barmherzig.

116. Und sagt nicht - auf Grund des Falschen eurer Zungen -: «Das ist erlaubt, und das ist nicht erlaubt», so daß ihr eine Lüge erdichtet gegen Allah. Die eine Lüge gegen Allah erdichten, sie haben keinen Erfolg.

117. (Es ist) ein kurzer Genuß, (dann) aber wird ihnen schmerzliche Strafe.

118. Und (auch) denen, die Juden sind, haben Wir zuvor schon all das verboten, was Wir dir mitteilten. Und nicht Wir taten ihnen Unrecht, sondern sie taten sich selber Unrecht.

119. Alsdann wird dein Herr zu denen, die in Unwissenheit Böses tun und danach bereuen und sich bessern - wahrlich, dein Herr wird hernach allverzeihend, barmherzig sein.

120. Abraham war in der Tat ein Vorbild an Tugend, gehorsam gegen Allah, aufrecht und er gehörte nicht zu den Götzendienern -,

121. Dankbar für Seine Wohltaten; Er erwählte ihn und leitete ihn auf den geraden Weg.

122. Und Wir gewährten ihm Gutes in dieser Welt, und im Jenseits wird er sicherlich unter den Rechtschaffenen sein.

123. Und Wir haben dir offenbart: «Folge dem Weg Abrahams, des Aufrechten; er gehörte nicht zu den Götzendienern.»

124. Die (Strate für die Entweihung des) Sabbats war nur denen auferlegt, die darüber uneins waren; und dein Herr wird gewißlich zwischen ihnen richten am Tage der Auferstehung über das, worüber sie uneins waren.

125. Rufe auf zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung, und streite mit ihnen auf die beste Art. Wahrlich, dein Herr weiß am besten, wer von Seinem Wege abgeirrt ist; und Er kennt am besten jene, die rechtgeleitet sind.

126. Und wenn ihr (die Unterdrücker) zu strafen (wünscht), dann bestraft (sie) in dem Maße, wie euch Unrecht zugefügt wurde; wollt ihr aber Geduld zeigen, dann ist das wahrlich das Beste für die Geduldigen.

127. Harre aus in Geduld; deine Geduld aber kommt nur von Allah. Und betrübe dich nicht über sie, noch beunruhige dich wegen ihrer Anschläge.

128. Wahrlich, Allah ist mit denen, die rechtschaffen sind und die Gutes tun.

 

Zitierhilfe: Koran, Sure 016, „16. Die Biene (An-Nahl)“, www.koran.rodena.de/index.php5?id=xml&id2=016 [eingesehen am: 25.05.2017].

 

 

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